Wie ist mit einer Erkrankung wie einer Essstörung im direkten Umfeld umzugehen? Eine Essstörung kann eine schwerwiegende, tödlich endende Krankheit sein. Sie wird auch als Erkrankung mit Suchtcharakter beschrieben und kann mitunter Familien und Freundschaften zerstören.

Wie sieht mein Umgang mit dem geliebten und betroffenen Menschen aus? Was kann ich tun, um zu helfen? Und wo übersteigt es meine Kräfte? Es gilt, die eigenen, persönlichen Grenzen kennenzulernen, Rollenbilder aufzudecken und einzuordnen. Es gilt, sich für die Mechanismen der Erkrankungen zu sensibilisieren.

 

Die Angehörigengruppen treffen sich einmal im Monat für 90 Minuten in der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle in Berlin-Charlottenburg (SEKIS Berlin). Ob Eltern, Partner, Geschwister, Kinder oder Freunde von Betroffenen – in unserer Gesprächsgruppe für Angehörige kommen sie zusammen und tauschen sich über Fragen, Herausforderungen und Fallstricke aus, die im Zusammenleben und im Umgang mit dem betroffenen und geliebten Menschen aufkommen können. In der Gründungsphase begleite ich jede Gruppe so lange, bis sie in sich gefestigt ist und in die Eigenständigkeit übergehen kann. Ich mache mit der Selbsthilfe und der Selbsthilfekontaktstelle bekannt, gebe Gruppen-Methoden an die Hand, die sich bewährt haben und es wird all das vermittelt, was die Gruppe braucht, um erfolgreich eigenständig weiterzubestehen. Auch in der Selbstständigkeit ist die Gruppe weiterhin Teil des Projekts AnaDismissed und hat, neben meinen Kollege*innnen von SEKIS Berlin, in mir eine weitere, direkte Ansprechpartnerin.